LUTCZA - Mariä-Himmelfahrt-Kirche

Das Dorf Lutcza wird bereits in Quellen aus dem 14. Jahrhundert unter dem alten Namen Lustscha erwähnt. Es erscheint in einem am 5. Oktober 1390 in Skoki erstellten Dokument, das von König Władysław II. Jagiełło unterzeichnet wurde. Der Ort ging in die Hände aufeinanderfolgender Magnaten über und befand sich nach der Teilung Polens in den Jahren 1795–1918 unter österreichischer Herrschaft.

Virtueller SpaziergangGeschichte

Die Kirche

IN LUTCZA

Der Pfad der alten katholischen und orthodoxen Kirchen in Polen schafft nicht nur die Gelegenheit, schöne Denkmäler zu sehen, sondern ist auch eine Reise tief in die Geschichte. Das Dorf Lutcza wird bereits in Quellen aus dem 14. Jahrhundert unter dem alten Namen Lustscha erwähnt. Es erscheint in einem am 5. Oktober 1390 in Skoki erstellten Dokument, das von König Władysław II. Jagiełło unterzeichnet wurde. Der Ort ging in die Hände aufeinanderfolgender Magnaten über und befand sich nach der Teilung Polens in den Jahren 1795–1918 unter österreichischer Herrschaft. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens wurde Lutcza Teil der Woiwodschaft Lemberg (Lwów). Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb es auf dem Territorium Polens und gehört aktuell administrativ zur Woiwodschaft Karpatenvorland.

Das bereits erwähnte Dokument aus dem Jahr 1390 beschreibt, dass ein bestimmtes Grundstück für den Bau einer Kirche zugewiesen wurde. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass dort bereits im 14. Jahrhundert ein Gotteshaus stand. Im 15. Jahrhundert lesen wir jedoch über Lutcza in einer der Urkunden: „Dorf mit einer hölzernen Pfarrkirche unter dem Patrozinium Maria Geburt.“ Diese bedeutende Passage stammt aus den Chroniken von Jan Długosz. Höchstwahrscheinlich wurde Mitte des 15. Jahrhunderts eine Holzkirche in der Pfarrgemeinde errichtet. Im Laufe der Zeit haben sich die Gläubigen und Pfarrer für den Ausbau ihrer Bauform engagiert. Schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde eine gemauerte Sakristei angebaut. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein Turm hinzugefügt und die Wände wurden mit einer sekundären Schutzbewehrung verstärkt. Der polnische Name dieser Konstruktion – lisice –  bedeutet wörtlich Füchsinnen. Allem Anschein zum Trotz hat dieser Name jedoch nichts mit Tieren zu tun. Im Holzbau wird diese Technik zur Verstärkung genutzt. Sie besteht darin, dass zwei vertikale Elemente, auch Zangen genannt, mit Schrauben festgezogen werden und die Wand aus Baumstämmen auf beiden Seiten umfassen.

1670 wurde die Kirche teilweise durch einen Brand zerstört, glücklicherweise jedoch später aufgebaut und renoviert, obwohl die Arbeiten selbst erst 52 Jahre nach dem Ereignis abgeschlossen wurden. Im Jahr 1722 erhielt das Gotteshaus eine Decke mit abgerundeten Seitenschnitten, im Kirchenschiff verlängerte Balken der oberen Seitenwände (poln. zaskrzynienia), einen Dachreiter und neue Schifffenster.

Nicht nur der schöne und interessant ausgestattete Sakralbau ist interessant, bemerkenswert ist auch die Umgebung der Pfarrei. Dort befinden sich sogar drei Friedhöfe, der älteste stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1784. Es ist der Friedhof in „Małówka“. Der zweite befindet sich in Strzyżów. Er funktionierte bis 1965, dann wurden die Zeremonien in die neue Pfarrkirche und den neuen Friedhof verlegt. Das älteste Grab dieser Nekropole stammt aus dem Jahr 1922. Diese dritte, vergrößerte Nekropole wird bis heute genutzt.

Wenn Sie Lutcza besuchen, folgen Sie auch den Spuren der historischen Kapellen – ungefähr 60 sind es. Sie repräsentieren verschiedene Bauarten und sind über die ganze Gegend verteilt, so dass sie eine schöne Spazierroute bilden können. Die größte Kapelle befindet sich auf dem ältesten Friedhof in „Małówka“.

Diese Kapelle wurde um 1898 erbaut und vom Grafen Łoś nach dem Tod seiner Frau Helena geb. Straszewska gestiftet. In der südöstlichen Ecke befindet sich der Grabstein von Jadwiga Straszewska, verstorben 1890, der vom Friedhof hierher verlegt wurde. An der Südwand finden wir die Inschrift „Sel. A. Helena geb. Straszewska, Gräfin Łosiowa“ und an der Nordwand „Sel. A. Kante Wolski, begraben auf diesem Friedhof, geboren 1801 und verstorben 1867“.

Die zweitgrößte auf dem ehemaligen Gutsgebiet ist die Heilig-Kreuz-Kapelle. Der Steinbau wurde einst mit einer polychromen Fassung verziert, heute ist sie jedoch äußerst schwierig zu datieren. Andere Kapellen verbergen ebenfalls viele interessante Geheimnisse und Geschichten. Wir empfehlen, ihrer Route zu folgen!

Quelle:

LUTCZA - Mariä-Himmelfahrt-Kirche

Kofinanziert vom Ministerium für Kultur und nationales Erbe aus dem Kulturförderungsfonds

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