PORĘBY DYMARSKIE - Kirche St. Stanislaus und Adalbert

Der Name des Dorfes ist eine Kombination der polnischen Worte Poręba und Dymarka, beide weisen darauf hin, womit sich seine Einwohner befasst haben. Hier siedelten sich Handwerker an, die entweder Eisen gefördert oder verarbeitet hatten: Bergleute, Stahlarbeiter und Schmiede. Die nächste Pfarrei befand sich jedoch mehrere Kilometer entfernt in Cmolas.

Virtueller SpaziergangGeschichte

Die Kirche

IN PORĘBY DYMARSKIE

Poręby Dymarskie ist heute eines der flächenmäßig größten Dörfer des Landkreises, aber es hat eine Kirche erst seit relativ kurzer Zeit – aus der Perspektive anderer, viel älterer lokaler Gotteshäuser – betrachtet. Der Name des Dorfes ist eine Kombination der polnischen Worte Poręba und Dymarka, beide weisen darauf hin, womit sich seine Einwohner befasst haben. Hier siedelten sich Handwerker an, die entweder Eisen gefördert oder verarbeitet hatten: Bergleute, Stahlarbeiter und Schmiede. Die nächste Pfarrei befand sich jedoch mehrere Kilometer entfernt in Cmolas. Zu weit für die Gläubigen – es war nötig, eine Kapelle im Haus von Frau Maria Czachor in Poręba zu organisieren. Der Priester, der gleichzeitig Religionslehrer an der Schule war, feierte dort die Messe. Die Dorfbewohner wollten jedoch eine eigene Kirche haben.

Es entstand die Idee, eine nahe gelegene und verlassene Kirche nach Poręby Dymarskie zu verlegen. Die Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert wurde seit den 1960er Jahren nicht mehr genutzt. Die Abrissarbeiten begannen 1979. Um die Konstruktion des Sakralbaus nicht zu beschädigen, wurden die Elemente Balken für Balken verlegt. Während der Abrissarbeiten wurde eine polychrome Fassung aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entdeckt, die bis Ende des 20. Jahrhunderts renoviert werden sollte. Wie sieht das heute aus?

Die Holzkirche bedeckt ein Schindeldach. Der Baukörper besteht aus einem Kirchenschiff und einem rechteckigen und etwas schmaleren Chor, der von der östlichen Seite dreiseitig geschlossen ist. Direkt daneben befindet sich eine Sakristei und an der Westseite des Kirchenschiffs wurde ein quadratischer Turm hinzugefügt. Das Gebäude ist kompakt und hochstrebend, was ihm Leichtigkeit verleiht. Besonders viel Charme strahlt ein sechseckiger Turm zwischen dem Kirchenschiff und dem Chor – der Dachreiter – aus.

Bei der Bewunderung der Holzkonstruktion lohnt es sich jedoch, den Innenraum nicht nur in Bezug auf seine Ausstattung zu betrachten. Der Chor hat flache Decken mit abgerundeten Seitenschnitten und im Kirchenschiff verlängerte Balken der oberen Seitenwände (poln. zaskrzynienia). Den Balken zwischen dem Kirchenschiff und dem Chor schmückt ein Barock-Kruzifix. Bemerkenswert ist an den Wänden des Chores und teilweise des Kirchenschiffs die bereits erwähnte polychrome Farbfassung aus dem 17. Jahrhundert.

Die alte Kirchenausstattung ist bis heute erhalten geblieben. Der Hauptaltar und seine zwei Seitenaltäre stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zu weiteren Schätzen gehören das alte Taufbecken und Portale mit eselförmigen Stürzen.

Quelle:

PORĘBY DYMARSKIE - Kirche St. Stanislaus und Adalbert

Kofinanziert vom Ministerium für Kultur und nationales Erbe aus dem Kulturförderungsfonds

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