RAJBROT - Geburtskirche der Jungfrau Maria

Der Name des Dorfes stammt wahrscheinlich von seinen ersten Siedlern, den tatarischen Kriegsgefangenen, die hier nach einem Feldzug nach Kleinpolen (1259/60) angesiedelt wurden.
Virtueller SpaziergangGeschichte
DIE KIRCHE

IN RAJBROT

Der Name des Dorfes stammt wahrscheinlich von seinen ersten Siedlern, den tatarischen Kriegsgefangenen, die hier nach einem Feldzug nach Kleinpolen (1259/60) angesiedelt wurden. Nachdem sie im Uszwica-Flusstal heimisch geworden waren und die polnische Sprache angenommen hatten, sollten sie gesagt haben, dass es ihnen wie im Paradies (raj) sei und sie alles in Hülle und Fülle (w bród) hätten, nämlich Rajbród (der Name, der noch im 19. Jahrhundert verwendet wurde). Die Gemeinde Rajbrot besteht seit 1260. Der König von Polen Boleslaw der Schamhafte „finanziert eine 100-Morgen-Pfarrei“ und eine Kirche aus Lärchenholz. Der Legende nach ist jedoch nicht Bolesław der Stifter, sondern die Königin – St. Kinga, die sich vor den Tataren in Ungarn schützen musste, und hier in Rajbrot die wundersame Fürsorge Gottes erfahren haben sollte. Aus Dankbarkeit stiftete sie die Kirche.

Die heutige Kirche wurde um 1511 von unbekannten Baumeistern errichtet, die an der Rückwand des polygonalen Abschlusses des Presbyteriums hinter dem Altar eine geheimnisvolle Unterschrift hinterließen – das Zeichen einer Doppelglocke des Zunfthandwerks. Es ist ein orientiertes Gebäude mit einer Blockstruktur, das mit Schindeln bedeckt ist. In seiner Form unterscheidet man ein polygonal geschlossenes Presbyterium und ein etwas breiteres Kirchenschiff. Im Presbyterium wurde an der Nordseite eine Sakristei gebaut. Die Kirchenfenster wurden auf der Südseite eingebaut, was von klimatischen und symbolischen Überlegungen bestimmt war – man glaubte nämlich, dass auf der Nordseite Teufel und schreckliche böse Kräfte auf die Bewohner des Mittelalters lauern.

Im frühbarocken Altar befindet sich ein Gemälde der Gottesmutter mit Kind und dem jungen Johannes dem Täufer aus dem 17. Jahrhundert sowie die Skulpturen des heiligen Stanislaus und des heiligen Adalbert. Eine interessante Tatsache ist, dass das Bild doppelt ist – das Bild der Gottesmutter ist von einem zweiten bedeckt, das für die Zeit der Messe gesenkt wird. Auf dem Regenbogenbalken (ein horizontaler Holzbalken, der die Öffnung zwischen dem Kirchenschiff und dem Presbyterium verbindet) befinden sich Figuren, die die Passionsszene darstellen – Christus am Kreuz, auf der rechten Seite – die Gottesmutter und auf der linken Seite – der Heilige Johannes.

Diese Kirche ist eines der besten Beispiele mittelalterlicher Sakralarchitektur in Kleinpolen. Es hat fast alle Stilmerkmale beibehalten. Das Gebäude befindet sich an der Tour der Holzarchitektur in Kleinpolen.

Die Quellen:
rajbrot.parafialnastrona.pl/History/Details/671
mojamalopolska.pl/koscioly-cmentarze/kosciol-narodzenia-najswietszej-marii-panny-w-rajbrocie/
www.lipnicamurowana.pl/turystyka/wedrowki-po-gminie/107-z-wizyta-w-rajbrocie.html

RAJBROT - Geburtskirche der Jungfrau Maria

Kofinanziert vom Ministerium für Kultur und nationales Erbe aus dem Kulturförderungsfonds

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