GŁADYSZÓW - Die orthodoxe Himmelfahrtskirche

Die Kirche ist eine der wertvollen Spuren der griechisch-orthodoxen Kultur an diesem Ort. Es ist ein bemerkenswerter Sakralbau auf dem Holzarchitekturpfad. Die Form des Gebäudes unterscheidet sich von anderen Kirchen. Die Kirche wurde nach dem griechischen Kreuzplan entworfen – in der heutigen Ukraine eine populäre Lösung.

Virtueller SpaziergangGeschichte

Die Orthodoxe Kirche

IN GŁADYSZÓW

Im Zentrum der Niederen Beskiden, nur 10 Kilometer von der Slowakei entfernt, befindet sich das charmante Dorf Gładyszów. Historischen Quellen zufolge fand im 15. Jahrhundert die erste Besiedlung dieser Region statt. Dokumente, die den Bau einer Straße von Gorlice über Gładyszów 1778-1779 nach Konieczna belegen, sind bis heute erhalten geblieben. Die örtliche Gemeinde bestand aus Katholiken, orthodoxen Christen und Juden. Die zahlreichste ethnische Gruppe waren Lemken, gefolgt von Polen. Im November 1918 wurde in Gładyszów nach einer großen Kundgebung der Lemken der Russinische Rat gegründet, der sich der sogenannten Lemko-Russinischen Republik mit Regierung in Florynka unterordnete. Nach dem Zweiten Weltkrieg beherrschten die Partisanen der UPA (Ukrainischen Aufstandsarmee) 1946 das Dorf. Ein Jahr später wurden alle Lemken, die im Dorf wohnten, im Rahmen der Aktion Weichsel (Akcja Wisła) in die Westgebiete Polens deportiert. Nur sechs gemischte Familien durften im Ort bleiben. Viele der Vertriebenen kehrten erst 1956 zurück.

Die Kirche ist eine der wertvollen Spuren der griechisch-orthodoxen Kultur an diesem Ort. Es ist ein bemerkenswerter Sakralbau auf dem Holzarchitekturpfad. Die Form des Gebäudes unterscheidet sich von anderen Kirchen. Die Kirche wurde nach dem griechischen Kreuzplan entworfen – in der heutigen Ukraine eine populäre Lösung. Ihren zentralen Teil schmückt eine Kuppel, die vier von ihr ausgehenden Arme sind mit Blechdächern bedeckt und mit Türmen verziert.

Ebenso interessant ist der Innenraum des Sakralbaus. Beachtenswert sind die zahlreichen gestickten Kopftücher – Geschenke der Gläubigen. Die Ikonostase wurde leider vor Kriegsausbruch nicht beendet. Es lohnt sich jedoch, den Hauptaltar mit Baldachin und Tabernakel sowie die zwei Rokoko-Seitenaltäre aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu besichtigen. Im ersten befindet sich eine Ikone der Kreuzigung, im zweiten eine mit der Jungfrau Maria mit Kind. Vergessen Sie nicht, einen Blick auf den freistehenden hölzernen Glockenturm in der Umgebung der Kirche und auf die schöne Baumallee zu werfen.

Quelle:

GŁADYSZÓW - Die orthodoxe Himmelfahrtskirche

Kofinanziert vom Ministerium für Kultur und nationales Erbe aus dem Kulturförderungsfonds

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